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Schlaf

Entweder man hasst dieses Thema, oder man hat kaum ein anderes: der Schlaf der lieben Kleinen. Ganz ehrlich: ich kann der Frage schon seit der Geburt des Kindes nichts abgewinnen. In der ersten Nacht stand beinahe stündlich eine Krankenschwester am Bett, um das Kind (und mich) zu wecken. „Es schläft zu viel. Es muss trinken. JETZT!“ In der Stillgruppe dann zweiwöchentlich die Frage anderer Mütter: „Und, wie schläft es?“ Wir hatten 10 turbulente erste Wochen, in denen das Kind nur und ausschließlich auf meinem Bauch schlief. Danach kehrte Ruhe ein. Aber das schmierte ich den anderen Müttern ohne Nachtschlaf nicht unter die Nase. Meine Antwort war immer „Wir sind soweit zufrieden!“. Mit inzwischen fast 14 Monaten hat sich am Schlafverhalten bisher wenig geändert. Streckenweise haben wir Nächte, in denen ich alle 1,5-2 Stunden an das Babybett gerufen werde. In vielen anderen Nächten aber auch nur zweimal. Was bei uns seit dem dritten Monat aber sehr gut klappt, ist das einschlafen. Daher möchte ich heute unsere Zubettgeh-Routine beschreiben. Das ist natürlich kein Leitfaden und auch keine Garantie, aber vielleicht hilft es ja irgendwem und ansonsten ist es einfach eine Erinnerung für mich und den Fall, dass vielleicht doch nochmal ein Geschwisterchen kommt. 😉

So sehen hier also die Abende aus (fast ausnahmslos):

Spätestens um 18 Uhr sind wir mit dem Kind alleine zu Hause, lieber mindestens 30 Minuten früher. Dann ist nochmal Zeit, letzte Energien loszuwerden. Die Bauklötze werden nochmal ausgekippt, der Ball durch die Wohnung gekickt, gesungen, getanzt oder wonach gerade die Laune steht. Gegen 18.15 Uhr wird dann das Abendessen vorbereitet. Der heiß geliebte Milchbrei wird langsam uninteressant, dann gibt es etwas Brot mit Frischkäse und/oder noch etwas Gemüse. Beim Essen wird nicht mehr gespielt, nur noch ruhig geredet, wir fahren alle runter. Ist das Abendessen erledigt, kommt Emma ins Spiel. Das ist die liebste Kuschelpuppe des Kindes. Emma ist dann schon „soooo müde“ und muss sich dringend noch eben waschen und Zähne putzen (was das Kind dann auch mitmacht). Anschließend geht es zum umziehen ins Kinderzimmer. Während des Wickelns wird schon ein Lied gesungen („Alle Leut‘, alle Leut‘ gehen jetzt ins Bett…). Dann nehme ich das Kind auf den Arm, wir machen gemeinsam die Vorhänge zu und das große Licht aus und wir setzen uns zusammen in den Sessel. Ich erzähle vom vergangenen Tag und was uns am nächsten erwartet, dann singe ich das nächste Lied. Dem Kind werden dabei die Augen schwer, aber einschlafen mag es noch nicht. Manchmal fängt es an zu zappeln oder zu protestieren. Dann singe oder summe ich noch etwas länger. Ist es ruhig, lege ich es noch wach ins Bettchen. Vielleicht singe ich ein letztes Lied, wenn das Kind noch zu unruhig ist. Oder ich streichel nur noch dreimal über den Rücken, sage leise Gute Nacht und verlasse das Zimmer. Nach 5 Minuten ist meistens endgültig Schicht im Schacht. Bis ich dann nachts wieder gerufen werde.

Für uns klappt es auf diese Weise aktuell (!!!) sehr gut. Ich denke, dass diese Rituale einfach wichtig sind. So klappt auch auswärts schlafen bisher prima. Aber die bisherige Erfahrung zeigt auch, dass sich die Rituale automatisch immer mal etwas ändern. Das ist dann wieder ein anderes Thema.

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