Kinderbetreuung · Vereinbarkeit

Erster Akt

//Disclaimer: Wir hatten einfach großes Pech bei der ganzen Geschichte. Auch wenn das Thema Kinderbetreuung immernoch ein schwieriges ist, kenne ich durchaus auch Eltern und Kinder, die mit ihrer Tagesmutter sehr glücklich sind. Ich muss unsere Erfahrung nur einfach irgendwo loswerden.

Zwei Wochen Eingewöhnung fingen direkt mit einem Ausfalltag der Tagesmutter an. Ein Omen? Mit einem Tag Verspätung starteten wir dann den Versuch Fremdbetreuung. Das Kind und ich saßen eine Stunde mit im Raum, während das zweite betreute Kind Spielzeug herantrug. Die Kinder schienen sich zu verstehen, unser Kind fühlte sich scheinbar wohl. An Tag 3 ging ich erstmals eine halbe Stunde raus, dann eine ganze… Nach zwei Wochen erklärte die Tagesmutter die Eingewöhnung für beendet, ich sagte dem Chef, dass ich wieder an Bord bin. Von da an brachte ich das Kind morgens zur Tagesmutter und holte es nachmittags wieder ab. Aber aus dem erhofften „glücklich abgeben“ wurde von Woche zu Woche mehr ein weinen, dann ein schreien. Statt einer herzlichen Begrüßung seufzte die Tagesmutter nur, statt einer liebevollen Verabschiedung meinerseits musste ich das einjährige Kind wie ein Paket durch den Türschlitz reichen. Nachmittags gingen wir mit der Anmerkung, das Kind sei unzufrieden. Man müsse reden. Nur wurden alle verabredeten Termine immer wieder abgesagt und verschoben. Jeden Tag gab ich das Kind mit größerem Bauchweh ab, jeden Nachmittag wuchs der Wunsch, die Betreuung zu beenden. Aber eine tragbare Alternative war nicht in Sicht.

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